Archiv für den Monat: Oktober 2018

 
30. Oktober 2018

DIW: „Zugang zu Bankkonten für Geflüchtete kein Problem, Nutzung von Finanzprodukten aber ausbaufähig“

Im DIW-Wochenbericht 42/2018 wird die finanzielle Inklusion einer Gruppe von 31 in Berlin lebenden syrischen Geflüchteten anhand von Befragungen untersucht. Offensichtlich funktioniert der Zugang zu einfachen Bankkonten gut, viele Befragte nutzen ihr Bankkonto aber nur wenig. Außerdem zeigt sich, dass die Befragten darüber hinaus keine Bankprodukte nutzen, sondern bei finanziellen Engpässen auf ihr soziales Netzwerk zurückgreifen.

Quelle: https://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.602047.de



 
29. Oktober 2018

Handyvertrag kündigen: Rückruf beim Anbieter unnötig

„Müssen Mobilfunkkunden ihren Anbieter noch mal anrufen, nachdem sie ihren Vertrag gekündigt haben? Einige Telefonunternehmen lassen das vermuten, indem sie zwar den Eingang einer Kündigung bestätigen, aber gleichzeitig um einen Anruf bitten – „um die Kündigung bearbeiten zu können“, heißt es oft. Doch das ist in aller Regel nicht notwendig.“

Mehr dazu und Musterbrief unter: https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/handyvertrag-kuendigen-rueckruf-beim-anbieter-unnoetig-12777




26. Oktober 2018

2. Fuldaer Fachtagung Schuldnerberatung am 16.11.2018 – Themenschwerpunkt „Schulden und Migration“

Die Hochschule Fulda lädt in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Sozialwesen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Pfeffer zu einer Fachtagung „Schuldnerberatung in der sozialen Arbeit“ ein. Am 16. November 2018 sollen die aktuellsten Entwicklungen aus der Praxis der Schuldnerberatung beleuchtet und diskutiert werden. Mehr unter www.hs-fulda.de.

Lesenswert ist die Festrede vom letzten Jahr von Guido Stephan: „Der redliche Schuldner“




25. Oktober 2018

VZ NRW: „Arbeitshilfe InsO – Fachwissen und Beratungshinweise für die Praxis“

Hier der Hinweis auf eine Veröffentlichung der Verbraucherzentrale NRW: „Arbeitshilfe InsO – Fachwissen und Beratungshinweise für die Praxis“ bzw. direkt als komplette pdf-Ausgabe.

Die BeraterInnen in der Verbraucherinsolvenzberatung begegnen vielfältigen praktischen juristischen Problemen im Zusammenhang mit den Vorschriften der Insolvenzordnung und zusammenhängender Gesetze. Die thematisch gegliederten Texte der Arbeitshilfe InsO erläutern anhand praktischer Fälle die Rechtslage und geben detaillierte Beratungsempfehlungen für die Beratungspraxis. Diese Texte richten sich an Beratungskräfte, die in der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung tätig sind.



 
24. Oktober 2018

Schulbedarfskampagne: Jetzt Schulcomputer beim Jobcenter/Sozialamt beantragen!

Harald Thomé & Frank Jäger vom Tacheles e.V. weisen darauf hin, dass immer mehr Sozialgerichte  Jobcenter zur Übernahme der Kosten für einen PC/Laptop/Tablet-Computer verurteilen. Sie empfehlen solche Bildungsbedarfe offensiv zu beantragen.

In Frage kommen PC/Laptop/Tablet-Computer, Schulbücher oder Eigenanteile für diese bzw. empfohlene Übungshefte, Kopierkosten, Anschaffungskosten für spezielle Taschenrechner, Schulbedarfe für über 25-jährige, die die allgemein- und berufsbildenden Schulen besuchen und keinen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben, sowie unter Umständen weitere spezielle Schul- und Bildungsbedarfe.

Diese Bedarfe sollten mit den auf der Tacheles-Seite veröffentlichten Musterschreiben für Schüler/innen ab der Sekundarstufe I beantragt werden.

Mehr: tacheles-sozialhilfe.de




24. Oktober 2018

Deutsches Institut für Menschenrechte: Armen Menschen zu ihrem Recht verhelfen

Jeder Mensch möchte in Würde leben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und bei Bedarf die nötige Unterstützung erhalten. Doch für viele Menschen in Deutschland ist das nicht selbstverständlich, weil sie arm sind.

Dokumentation „Wie kommen die Armen zu ihrem Recht? Zur Umsetzung sozialer Menschenrechte in der Grundsicherung“

Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die Stärkung des Zugangs zum Recht für arme Menschen. Weiterlesen




22. Oktober 2018

Nationale Armutskonferenz veröffentlicht dritten Schattenbericht: Armut stört!

Letzten Mittwoch (17.10.2018), am Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut, veröffentlichte die Nationale Armutskonferenz ihren dritten Schattenbericht zur Armut in Deutschland. Der Bericht gibt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf und lässt Betroffene zu Wort kommen.

„Armut in Deutschland hat eine menschenrechtliche Dimension. Sie zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung“, betonte nak-Sprecherin Barbara Eschen: „Armutsbetroffene sind keine Bittsteller, sondern sie haben soziale Rechte“. Weiterlesen




16. Oktober 2018

Dolmetscher und Übersetzerkosten im SGB II und im Sozialrecht überhaupt

„Ich freue mich, dass ich die relativ neue und aktuelle Weisung der BA aus dem internen Handbuch für den Dienstbetrieb zur „Inanspruchnahme von Übersetzungs- und Dolmetscherdiensten“  der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann. Alle die mit dieser Fragestellung zu tun haben, können die Weisungslage und Rechtslage daran klären. Den Handbuchhinweis: „Inanspruchnahme von Übersetzungs- und Dolmetscherdiensten“ gibt es hier: harald-thome.de/(…)/HID14bersetzungsdienste.pdf

Quelle: Harald Thome – Newsletter vom 11.10.2018




16. Oktober 2018

AG München: Vermüllung der Mietwohnung kann den Vermieter zur fristlosen Kündigung berechtigen

Urteil des Amtsgerichts München vom 18.07.2018, Aktenzeichen 416 C 5897/18. Aus der Pressemitteilung: „Zu Gunsten der Beklagten [Mieterin] ist zu berücksichtigen, dass es sich in diesem Fall um ein langjähriges Mietverhältnis handelt und dass die Ersatzwohnraumsuche in Folge des angespannten Wohnungsmarktes in München sehr schwierig ist. Des Weiteren hat das Gericht erhebliche Zweifel daran, dass die Beklagte eigenverantwortlich und aus eigener Kraft in der Lage ist, den vermüllten und beschädigten Zustand der streitgegenständlichen Wohnung zu beseitigen. Zu Lasten der Beklagten spricht die langwierige nachhaltige Vertragsverletzung über einen langen Zeitraum hinweg, die Schulduneinsichtigkeit, die Gefahr, dass sich die vorhandenen Substanzschäden weiter verschlimmern. (…)“




12. Oktober 2018

„Beitragserhebungsgrundsätze“ des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV)

Hier der Hinweis auf die sog. „Beitragserhebungsgrundsätze“ des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV).

Die Erhebungsgrundsätze sind zwar schon aus 2010, gelten aber nach wie vor, und gibt es hier: www.barmer.de/(…)/beitragserhebungsgrundsaetze.pdf.

Die Grundsätze regeln das Nähere zur Stundung, zur Niederschlagung und zum Erlass sowie zum Vergleich von Beitragsansprüchen. Weiterlesen




1. Oktober 2018

iff-Schlaglicht der Überschuldung #9: „Schuldnerberatung und sozialanwaltlicher Ansatz“ von Ulf Groth

Das institut für finanzdienstleistungen (iff) hat das 9. Schlaglicht der Überschuldung veröffentlicht. Es wurde verfasst von Ulf Groth mit der Überschrift „Schuldnerberatung und sozialanwaltlicher Ansatz“.

Schuldnerberatung muss grundsätzlich als Sozialberatung bzw. Sozialrechtsberatung verstanden werden. die vornehmste aufgabe von Schuldnerberatung ist nicht das Sanieren, sondern die Sicherstellung der materiellen Lebensgrundlage.