Wann werden die Daten aus der SCHUFA gelöscht?

Das Wichtigste vorweg:
Wurde eine nicht vertragsgemäß gezahlte Forderung erst einmal in die SCHUFA eingetragen, bleibt der Eintrag auch nach Zahlung bestehen! Der Forderungseintrag wird also nicht gelöscht, sondern nur als „erledigt“ gekennzeichnet. Vgl. dazu AG Bielefeld, 02.10.2001 – 41 C 549/01.

Ausnahme: zeitnahe Zahlung einer nicht titulierten Forderung unter 2.000 Euro

Ansonsten sind die Fristen für die Löschung von Daten nicht einheitlich.

  • Angaben über Anfragen (Beispiel: das Ansinnen, ein Girokonto eröffnen zu wollen) nach zwölf Monaten; sie werden aber nur zehn Tage in Auskünften an Vertragspartner der SCHUFA weiter gegeben.
  • Kredite nach drei Jahren nach dem Jahr der Rückzahlung.
  • Daten über nichtvertragsgemäß abgewickelte Geschäfte einschließlich ihrer Erledigung zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der Speicherung.
  • Titulierte Forderungen (Urteile, Vollstreckungsbescheide) bleiben bis zu ihrer Erledigung gespeichert und werden drei Jahre nach dem Jahr der Rückzahlung entfernt.
  • Giro- und Kreditkartenkonten sofort, wenn das Konto aufgelöst wird.
  • Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte* nach drei Jahren, jedoch vorzeitig, wenn der SCHUFA eine Löschung durch das Amtsgericht nachgewiesen wird.  (* Haftbefehl zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung und Eidesstattliche Versicherung)

Vgl. auch:

(zuletzt) aktualisiert am 18.06.2015